Was ist Kunstvermittlung? [2015]

In diesem Forschungsvorhaben war ich auf der Suche nach einem Instrument zur Begriffsverhandlung. In einer Befragung analysierte ich Antworten und verglich diese in einer selbstgewählten Projektion. Hierbei konstatierte ich die Unterscheidung der Selbst- und Fremdbeobachtung, suchte nach Schnittmengen und definierte die Parallelität Fragende || BefragteR. Dabei nutzte ich eine künstlerische Ausdrucksform, die Kalligrafie, um Beweglichkeit eines Begriffs sichtbar machen. Mir war es wichtig, einen Orientierungsrahmen für mich zu finden und diesen als Reflexionsmittel zu nutzen, um mich selbst zu verorten.

Präsentation als PPP

 

 

Neben der Straße [2013]

In diesem von mir konzipierten Kunstprojekt entwickelten Schülerinnen und Schüler Strategien der Raumbetrachtung und Raumaneignung. Ziel war es, sich mit dem vertrauten Schulraum und dem Sozialraum auseinanderzusetzen. Zentrales Thema ist immer wieder Mitbestimmung und Mitgestaltung von schulischem Alltag und der Lebensumwelt der Jugendlichen. In einem von der Künstlerin Solveig Finck begleiteten Projekt öffnet sich die Schule am weitesten in die Stadt. Die Protagonisten entwickelten über eine Feldforschung, in der sie mit Einwohnern der Stadt ins Gespräch kamen, Stadtzeichen und Kommunikationsstrukturen offen legten, ein Hörkunststück. Gleichzeitig hinterfragten die Jugendlichen ihre Rolle in der Stadt und begannen, sich in das städtische Leben bewusst einzubringen.

Artikel BDK Mitteilungen 02_14

 

Schule der Zukunft [2013-2016]

In einem längeren Prozess begleitete ich eine Weimarer Schule bei der partizipatorischen Schulraumplanung. Um den Umbau durch eine große Schulgemeinschaft selbst gestalten zu können, braucht es die ästhetische Wahrnehmung baulicher Zusammenhänge. Diese ist an komplexe kognitive und erkenntnistheoretische Voraussetzungen gekoppelt, denn die Raumaneignung gehört zu den basalen menschlichen Fähigkeiten. In der Zusammenarbeit mit der Universität Weimar entwickelten wir Methoden der Architekturvermittlung, konzipierten Kunstwerkstätten und bauten ein BAU_HAUS im Schulgelände. Die Schule gewann für den Teilhabeprozess in der Frage nach der eigenen Lernwelt den bundesweiten Wettbewerb „Pilotprojekt Inklusive Schulen planen und bauen“ der Montag Stiftung.

Artikel „Schulumbau selber gestalten“

 

BAUHAUS- Ateliertage [2009]

Wie vermittelt man einer jungen Generation zu Beginn des 21. Jahrhunderts das Bauhaus? Mit dieser Frage hatte sich die Weimarer Mal- und Zeichenschule im Jubiläumsjahr 2009 beschäftigt. Dies nahm die Jugendkunstschule zum Anlass, Kinder und Jugendliche im Klassenverband während der Schulzeit als Ergänzung zum Unterricht zu einer kreativen und lebendigen Begegnung mit der Welt des Bauhauses einzuladen. In über 20 Kursangeboten hatten die Schüler die Möglichkeit, sich das Thema sowohl über kognitives als auch künstlerisch- gestalterisches Handeln zu erschließen. Durch meine Beratung in der Konzeptphase und die Vermittlung in der Durchführungsphase konnten fast 1500 junge Menschen aus Thüringen während der Ateliertage erreicht werden.

Film Ateliertage der Weimar Mal- und Zeichenschule

 

Wege zu Anna Amalia [2008]

Dieses Projekt ist ein tradiertes Format in der Unterrichtsgestaltung. Im schulischen Kontext beschäftigten sich die Kinder unter meiner Anleitung über zwei Schuljahre mit einer Weimarer Persönlichkeit. Mit einem interdisziplinären Ansatz war es gelungen, einerseits Lerninhalte zu vermitteln und anderseits die Kooperation zur Klassik Stiftung Weimar aufzubauen. Für die Schülerinnen und Schüler schaffte das Projekt Identität mit ihrem Lebens- und Lernort. Dafür gewannen wir den 2.Platz in der Kategorie Literatur beim Wettbewerb „Kinder zum Olymp“.

Film Tafelrunde früher und heute